Heimische Superfoods – Zwei Autorinnen auf der Suche nach heimischen Nährstoffwundern

„Superfoods?! Das sind doch diese Lebensmittel mit exotischen Namen aus fernen Ländern“, denkt so mancher. Aber falsch gedacht! Zwei Autorinnen aus Norddeutschland wollen beweisen, dass es Superfoods auch bei uns gibt. Ich habe sie zum Interview getroffen und mal genauer nachgefragt.

Wie kamt Ihr auf die Idee, heimische Superfoods ausfindig zu machen?

„Wir waren begeistert von der Idee, die hinter Superfoods steckt“, so Claudia Lazar und Monika Cordes. „…anstelle einer Überernährung mit leeren Kalorien, wenig Kalorien zu sich zu nehmen aber dafür eine große Menge an guten Nährstoffen (Zitat der amerikanischen Superfood-Expertin Julie Morris). Doch konnten wir nicht glauben, dass Superfoods nur aus fernen Ländern stammen sollen. Schließlich muss es Lebensmittel mit einer besonders hohen Nährstoffdichte, wie sie in Chia, Moringa und Baobab vorkommt, doch auch bei uns geben“.

Und was habt Ihr herausgefunden?

Das Ergebnis ist überraschend!

„Bereits unsere Großmütter verwendeten Superfoods. Natürlich war der Name damals noch nicht geläufig. Superfood ist ein recht moderner, aus dem US-amerikanischen Raum geprägter Name, der seit dem Jahr 2013 bei uns immer häufiger Gebrauch findet. Doch bereits zu Zeiten unserer Vorfahren wurden heimische Superfoods wie Spinat, Topinambur und Walnüsse für leckere, gesunde Rezepte verwendet. Durch die Fastfood-Welle sind diese etwas in Vergessenheit geraten. Aber mit einer bewusster werdenden Ernährung, ziehen alte Getreide-, Gemüse- und Obstsorten wieder auf Märkten und in Gärten ein“, stellten die Autorinnen begeistert fest. Aus den frischen, regionalen Zutaten zauberten sie köstliche Gerichte und schließlich entstand ein Kochbuch mit über 60 Rezepten zu heimischen Superfoods.

Welches Ziel verfolgt Ihr mit Superfoods aus der Heimat?

„Mit diesem Buch wollen wir zeigen, wie leicht und wenig aufwendig der Umgang mit Superfoods sein kann. Unser Motto: Gesund genießen mit heimischen Zutaten.“ so Claudia Lazar und Monika Cordes. „Zu bedenken ist, dass heimische Lebensmittel nicht das ganze Jahr über verfügbar sind! Daher sind die Rezepte ganz praktisch nach Jahreszeiten sortiert. Brennnessel- und Spinat-Cannelloni im Frühjahr, saftiger Süßkartoffel-Brownie im Sommer (siehe Titelbild) und Salat von Roten Beten und Kürbis im Herbst.“

Diese Rezepte machen doch richtig Vorfreude auf das Genießen der verschiedenen Jahreszeiten! Durch Ersatzmöglichkeiten sind die Rezepte auch für Veganer empfehlenswert. Besonders hilfreich ist die Rubrik „Supergut zu wissen“. Neben jedem Rezept stehen wichtige Informationen, Inhaltsstoffe und Tipps zu den verwendeten heimischen Superfoods. Ich finde, so kommt man schlau, gesund und lecker durch das Jahr 😉

Vielen Dank für das Interview Claudia Lazar und Monika Cordes (die Autorinnen von Superfoods aus der Heimat)

Pesto Radieschen

PESTO-REZEPT aus SUPERFOODS AUS DER HEIMAT

Rezepte: Superfoods aus der Heimat